Den Vollmond kümmert es nicht
ehemalig zu sein
er trägt seine erste Delle
scheinbar
mit Würde
© sargantansal
Den Vollmond kümmert es nicht
ehemalig zu sein
er trägt seine erste Delle
scheinbar
mit Würde
© sargantansal
… sexy thing
komm einfach mit
ich bezahle
das beste Zimmer
mit meiner goldenen Kreditkarte
die Bar ist gefüllt
und das Bett
groß genug
lass uns darin Flecken machen
nach Herzenslust
Flecken der Liebe
so what
schon in drei Stunden
sind wir
über alle Berge
©sargantanasal
für „Frapalywo“ – Frau Paulchens Lyrikwoche – zum Impuls „Hotelzimmer“. Link: http://paulchenbloggt.de/2017/02/25/frapalywo-tag-2-text-2-hotelzimmer/
©sargantanasal
Raus aus der Sprachlosigkeit, danke an @frauPaulchen und #frapalywo, in Erinnerung an Omas Geburtstage in ihrem Wohnzimmer, das sonst höchstens zum Mittagsschlaf genutzt und nur zu Weihnachten geöffnet wurde (damals wurde noch „geschont“), zum Impuls: „Die gute Stube“.
http://paulchenbloggt.de/2017/02/24/frapalywo-tag-1-text-1-die-gute-stube
Und: Wisst ihr eigentlich, wieviele Gemeinschaftsräume in Seniorenheimen „Die gute Stube“ genannt werden? Eine antike Kommode in der Ecke reicht schon…
Kann
jeden Tag
meine Energien DA reinpacken
mich aufregen
in 140 Zeichen und mehr
kommentarlos sogar
weil ich es kann
ich
NEIn
Ich
will
das LEBEN
MEIN Leben
nicht vergessen
vor lauter Empörung
Das ist doch
MEIN LEBEN
meine Welt
aus 100000000
einzigartigen Details
und die Zeit
fließt dahin
so völlig unbeirrt
hinab
zur Mündung
©sargantanasal
Das Leben
diese alte Wandelhalle
ohne Fußbodenheizung!
Ich wandle darin
kreuz und quer
treppauf
treppab
und bräche ihr Dach auch ein
aus ihren Brunnen
sprudelte immer noch
das Wasser
das meinen Durst stillt
jeden Tag neu
© Sargantanasal
Ein letzter Beitrag zum #frapalymo, Frau Paulchens Lyrikmonat im November 2016 ist um. Der #frapalymo-impuls no 30 lautet: „was wir heute sind, sind wir morgen nicht – veränderung“.
Leider war es in den letzten beiden Wochen so eng bei mir. Ich hätte gerne mehr Zeit für die Impulse gehabt. Aber sie wirken ja bekanntlich nach – ich bin gespannt.
In den Schatten
unter meinen Augen
machen sich die letzten Monate bereit
für den großen Sprung
darüber
die Lachfalten stehen Spalier
und feuern sie an
© Sargantanasal
Die vorletzte Nr. 29 zum vorletzten #frapalymo-(Doppel) Impuls „Schatten“
Ab sofort
möchte ich
jeden Tag einmal
ENDLICH!
sagen
Heute
sage ich:
ENDLICH!
beginnt mein Abend
Meine Nr. 28 zum #frapalymo-impuls no 28: „endlich“.
Manchmal
mit dem unsichtbaren Finger
den Schwung
der liegenden Acht nachzeichnen
die in den Herzkammern ruht
© Sargantanasal
Die Nr. 27 zum #frapalymo Impuls „Unendlich“. Lest mal nach, ganz wundervolle Beiträge: http://paulchenbloggt.de/2016/11/27/frapalymo-27nov11-unendlich/
Der Nebel hat die Stadt versteckt
sie ist mucksmäuschenstill
der Nebel hat sie zugedeckt
die Stadt war ihm zu aufgeweckt
sie schweigt, weil er es will
Sie schweigt bis morgen früh um acht
dann dreht sie wieder auf
und tanzt und lacht und singt und johlt
und wenn sie nicht der Nebel holt
hol ich sie zu mir rauf
© Sargantanasal
* mein Gedicht Nr. 26 zum und #frapalymo-impuls no 26: „medientransfer: straßengeräusche (link!) – schreibt ein gedicht zu den geräuschen der stadt“
Fangarme
Glubschaugen
grau-türkis
tonnenschwer
trudeln
80.000 Meilen
unter dem Meer
zwei Sekunden
Schlaf am Nachmittag
so verstörend
© Sargantanasal
Meine Nr. 25 zum #frapalymo-impuls no 25: „nachmittagstraum: umschulung zum tiefseewesen.“* – nach einem tweet von klaus aka @reticulum.
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Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten
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gedämpft
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vergilbt
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unverständlich
Die Tischdeckenzipfel
spitz
die Krümel vom Platenkuchen
zuckersüß
Tante Lillis Waden
elefantös
Frau Möllers Ausgehschuhe
blitzblank
Omas Thrombosestrümpfe
gestopft
Opas Cordpantoffeln
kuschelig
Mutters Serviette
zerknüllt
der Pups von Tante Maria
säuerlich
Onkel Hans’ linkes Bein
ab
der beste Platz in der guten Stube
unsichtbar