Nacht tanzt

Nacht
in Goldstoff
lächelnde Farbe
in Höhe und Ferne
und Höhe
tanzend
hin und her
endlich
betäubt

© sargantanasal

Mein #frapalymo-gedicht am 4. november nach dem Impuls: „nur wörter aus dem text und mit der gleichen reihenfolge, wie sie dort erscheinen, sind erlaubt“. Der Text ist von Goethe:  hier (klick) als pdf und hier (klick) der link zur quelle.

Nach dem Gewitter

Irgendwo knallt es
es knallt ja immer irgendwo
nachts in der Stadt
und einer pfeift
unten auf dem Kopfsteinpflaster
Gelächter
als hätte das Gewitter
nur die Blüten zerdrückt
der Himmel dunkelblau
um Mitternacht
ein gefährlicher Mond gerade
sagt einer
der Mond ist doch immer gleich
sagt ein anderer
und dann knallt es wieder
irgendwo knallt es ja immer
nachts in der Stadt

2015 © sargantanasal.com

Nach dem Sturm

Nacht ist wie ein stilles Meer*
wie Sprühregen so weich
so selig wie unser Lächeln
nach dem großen Sturm
wiegen wir uns sanft
wie das Seegras
am stillen Meer

2015 © sargantanasal.com

*Joseph von Eichendorff – Die Nachtblume

Mein Gedicht zum #frapalymo18mai215, und der Impuls lautete: und der impuls lautete „die erste zeile wird euch geschenkt: nacht ist wie ein stilles meer“ (oben im text kursiv, aus „die nachtblume“ von eichendorff)

In diesen blauen Minuten…

In diesen blauen Minuten
wenn die Nacht noch Lampenfieber hat
bevor die obere Stadt
ihre Lichter anknipst
und die Tore öffnet
wenn die Sprache entgrenzt ist
unter den weißen Markisen
kritzle ich alte Worte
auf weiße Servietten
und lasse sie fliegen
in die neue Zeit


Veröffentlicht von @FrauFrog am 30.11.2014 auf paulchenbloggt.de
#frapalymo  no. 30, der impuls lautete: „die blauen stunden auf den terrassen kosmopolitischer cafés“.

By the way: this is a tribute to Ibiza