Wir sitzen auf dem Dach

Zwischen Antennen und Luken
atmen wir
Benzin und Staub
Flieder und Sauerkraut
Taubendreck und Bier
lauschen wir
dem Tuten der Schiffe
den Sirenen der Krankenwagen
dem Rattern der S-Bahnen
knipsen wir
die Sonne an
hinter den Kränen
am Tor zur Welt
sitzen wir
auf dem Dach
und regieren die Stadt
am frühen Morgen

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#frapalymo
Der Impuls von @FrauPaulchen für das gedicht am 2. mai lautet „schreibt ein gedicht über die stadt“