Automatisch

Wenn ich am Abend am Fenster stehe und mich dehne und gähne und auf den Himmel schaue, schaue ich nur und streichle mit meinem Blick die Wolken und das Licht dahinter, schaue, wie sich das Licht dahinter färbt von rosa zu himbeerrot zu orange zu dunkelrot zu grau und mein Blick folgt den Vögeln, die nach Norden ziehen, deren Namen ich nicht weiß, weil ich sowas nicht weiß schaue ich ihnen nach bis es zu dunkel geworden ist, um sie zu erkennen, dann wachsen die Sterne und ich denke, dem Himmel ist es doch ganz egal, was sich abspielt hier, er deckt uns alle zu, ein bisschen klarer vielleicht neuerdings, er hat sonst nichts zu sagen und die Silhouette der Eiche ist noch schwarz, anders als die Zierkirschbäumchen, die in diesem Jahr die ersten Blüten zeigen, die blitzen noch einmal rosa auf, bis alles in Dunkel getaucht ist, dann atme ich noch einmal tief und staune, weil der Wind einen Hauch von Gülle in die stille Stadt geweht hat, der vom Frühling erzählt, der unweigerlich durch die Erde bricht mit all den Pflanzen, deren Namen ich nicht kenne, nur ihren Duft und der Duft ist meine Hoffnung, ich schlucke den Duft und behalte ihn in meiner Kehle und weiß, dass alles gut wird.

@Sargantanasal

Schreibimpuls: „Der Mutschöpfer“ von Thomas Rosenlöcher

Der Mutschöpfer
Thomas Rosenlöcher

Er steht im Hof und sieht die Weltgeschichte
Die geht voran und immer wieder schief
und wieder heißt es: Vorerst noch verzichte
bis kommt, was doch kommt, sagt er, atmet tief

steht ja im Hof, und wendet das Gesicht,
da dicht am Zaun das krause grüne Leben
der Sträucher anfängt, sich erneut zu regen
und Krokus zart die Erde bricht

Und öffnet voller Staunen seinen Mund
dass unversehens die liebe Sonne schrägt
vorbei an der Dachkante, durchs Geheg

der Zähne, zwei, drei Strahlen auf den Grund
der Kehle schickt. Lichtschluckend schöpft er Mut
als käme die Zeit und alles würde gut.

Auftauen

Klopf mir den Winter aus den Gliedern
und sing die besten Zeilen
aus den altbekannten Liedern
Ich hüpf den Berg hinab
und steig für erste nicht mehr rauf
die Sonne tänzelt in mein Herz
ich taue auf

©Sargantanasal

Beitrag für #frapalywo Mai 2018, Tag 4, Impuls „Tauwetter“

 

Das Gedicht zum Tag

Besagter Lenz ist da

Es ist schon so. Der Frühling kommt in Gang.
Die Bäume räkeln sich. Die Fenster staunen.
Die Luft ist weich, als wäre sie aus Daunen.
Und alles andere ist nicht von Belang.

Nun brauchen alle Hunde eine Braut.
Und Pony Hütchen sagte mir, sie fände:
Die Sonne habe kleine, warme Hände
Und krabble ihr mit diesen auf der Haut.

Die Hausmannsleute stehen stolz vorm Haus.
Man sitzt schon wieder auf Caféterrassen
Und friert nicht mehr und kann sich sehen lassen.
Wer kleine Kinder hat, der fährt sie aus.

Sehr viele Fräuleins haben schwache Knie.
Und in den Adern rollt´s wie süße Sahne.
Am Himmel tanzen blanke Aeroplane.
Man ist vergnügt dabei. Und weiß nicht wie.

Man sollte wieder mal spazierengehn.
Das Blau und Grün und Rot war ganz verblichen.
Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!
Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehn.

Die Seelen laufen Stelzen durch die Stadt.
Auf dem Balkon stehn Männer ohne Westen
Und säen Kresse in die Blumenkästen.
Wohl dem, der solche Blumenkästen hat!

Die Gärten sind nur noch zum Scheine kahl.
Die Sonne heizt und nimmt am Winter Rache.
Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache,
doch es ist immer wie zum ersten Mal.

 Erich Kästner 

 

#EurovisionAgain

Watch in sync. Tweet along. Vote.

deichdeern.wordpress.com/

Land. Leben. Leute.

Jung im Hirn

Bleib fit im Hirn in jedem Alter

brettermacher

Das Leben auf Teneriffa,und alles was mich Bewegt

Transworte auf Litera-Tour

Verdichtete und geschichtete Texte

ilseluise

Clownerie & Theologie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Schwedenlichter

Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten

#EurovisionAgain

Watch in sync. Tweet along. Vote.

deichdeern.wordpress.com/

Land. Leben. Leute.

Jung im Hirn

Bleib fit im Hirn in jedem Alter

brettermacher

Das Leben auf Teneriffa,und alles was mich Bewegt

Transworte auf Litera-Tour

Verdichtete und geschichtete Texte

ilseluise

Clownerie & Theologie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Schwedenlichter

Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten

offen gesagt

gedichte aus der grossstadt

Fantasia Fragile

Es ist nicht notwendig, verrückt zu sein, aber es hilft.

Herz & Verstand

Ein Gemeinschaftsprojekt aus dem Blog für den Blog - ein Mitmach-Projekt

miasraum

Das Leben und das Sein

Sandmaennli's Blog

die WordPress.com-Seite von Unterwegs im Leben

diespringerin

Immer auf dem Schattensprung ...

SackingBob74

Der neue Versuch einer Autorenseite

Frau Kassel will Wunder

Eine wunderbare Geschichte über den Mut, nie aufzugeben

...auf dem Weg

Jürgen Fiege

Sandra Blume

Texte & Fotografie

Gezeitenwechsel

Über den Alltag im Wechsel der Zeiten

Pilgerin Belana Hermine

Mein Weg zwischen den Wegen

Werbekontor Hamburg

Reiner Hansen

legalstuttgartalien

Aus der Schweiz nach Stuttgart

herzensfoto

meine liebsten fotos

Pascale Treichler

Yoga - Rezepte - Heilkräuter - Naturkosmetik - Garten

meinesichtderwelt

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

Fräulein Briest bloggt...

Ein Höhepunkt des poetischen Realismus. Ein Wendepunkt zum Gesellschaftsroman. Zeit für eine neue Wende... Zeit, für die Gesellschaft zu bloggen...

Spielkind

Bilder, Fotos und Texte aus meinem Leben. Ein Tagebuch im Netz..

watt & meer

Der Blog watt & meer erzählt von den kleinen und großen Wellen, von Alltag und Urlaub und dem Glück auf 4 Pfoten.

LYRIK-BLOG HANNAH BUCHHOLZ

Gedichte von Hannah Buchholz

Queer durchs Leben [⚧ॐ♡]

Mein Weg zurück in ein glückliches Leben. Inhalt auf schnurrstem Niveau!

blaupause

lyrisches bLogbuch

Letternwald

Gelesenes & Gedanken

sylviawaldfrau

Reise- und Fotoberichte

Lovely Rita Flowermaid

A flower a day keeps the doctor away

Amazonasknallerbse

Meine Gedanken und Ich

GedankeTrifftPapier

In eurer Besinnungslosigkeit, Worte, komme ich zu euch

alzheimertagebuch

Tagebuch über meine Eltern

Alltagsredaktion

In Zeilenzwischenräumen und Zeitblasen