Kleine Fähre
über den großen Fluss
Ketten klirren
Dieselgeruch
Spucke gegen den Wind
Die ersten Möwen
Verheißung!
2015 © sargantanasal.com
#frapalymo23mai15 und der Impuls lautete „Flussreise“.
Bin heute allerdings wirklich nicht in Stimmung.
Kleine Fähre
über den großen Fluss
Ketten klirren
Dieselgeruch
Spucke gegen den Wind
Die ersten Möwen
Verheißung!
2015 © sargantanasal.com
#frapalymo23mai15 und der Impuls lautete „Flussreise“.
Bin heute allerdings wirklich nicht in Stimmung.
Auf der Gangway
ganz oben
dieses erste Mal
nur mit Handgepäck
Umdrehen verboten
Ziel unbekannt
Mittelstrecke
jede Wette!
Noch eine letzte Nase Kerosin
und dann
huiii!
2015 © sargantanasal.com
Mein Beitrag zum #frapalymo vom 22. Mai zum Impuls „Flugreise“
Es lauerte am Luderplatz
mit aufgestellten Spitzen
ein Rotfuchs namens Schmackofatz,
er war verrückt nach Kitzen.
Schusshitzig wie des Waidmanns Hund
erwischte ihn die Fähe.
Sie packte ihn an seiner Lunt
und schimpfte: „Bürschchen, wehe!“
2015 © sargantanasal.com
gedicht no. 21 für den #frapalymo, und der impuls lautete „waidmanns heil: die jägersprache im gedicht“. Dazu schrieb @FrauPaulchen: „dieses mal habe ich aus dem vollen geschöpft, weil ich viele begriffe wunderschön und beeindruckend fand. eine völlig eigene sprache, mir bislang nicht zugänglich, die nun geballt in diesem nonsens-abc aufgegriffen ist. (alle jäger mögen mir das spiel mit der sprache verzeihen….)“ Dem schließe ich mich an. Ich fand es verblüffend, Jägerlatein zu entdecken. Ob’s für das große Jägerlatinum reicht, wage ich allerdings zu bezweifeln. Hihi.
Dieser kurze Moment
wenn die Morgensonne
das Balkongrün anstrahlt
wenn die Linde ihre erste Geschichte erzählt
wenn Magentateller und Orangetasse
auf dem Küchentisch leuchten
wenn der Staub tanzt
zur Musik der Kaffeemaschine
dann bin ich genau da
in diesem Moment
Frühglück
2015 © sargantanasal.com
das ist gedicht no. 20 für den #frapalymo, und der impuls lautete „das kleine paradies begehe ich jeden tag. luftraumgarten.“ inspiriert von @fliegergedanke
Nacht ist wie ein stilles Meer*
wie Sprühregen so weich
so selig wie unser Lächeln
nach dem großen Sturm
wiegen wir uns sanft
wie das Seegras
am stillen Meer
2015 © sargantanasal.com
*Joseph von Eichendorff – Die Nachtblume
Mein Gedicht zum #frapalymo18mai215, und der Impuls lautete: und der impuls lautete „die erste zeile wird euch geschenkt: nacht ist wie ein stilles meer“ (oben im text kursiv, aus „die nachtblume“ von eichendorff)
Wir kichern in die Kissen,
um noch ein Weilchen
im Nest zu bleiben.
Durch die Ritzen
der Jalousie
kitzeln sich
die ersten Sonnenstrahlen in unsere Nasen
Jetzt nur nicht niesen,
damit keiner merkt,
wie wach wir schon sind, wie viele Geschichten
wir uns schon zugeflüstert haben.
Mit dem Finger auf den Lippen
lauschen wir den Schritten der Mutter,
wie leise sie tappt,
das Wasser aufdreht,
die Schubladen öffnet,
den Frühstückstisch deckt,
den Vater weckt.
Bis der Kessel pfeift,
die Pumpe im Keller anschlägt,
das Radio klimpert,
der Wellensittich rumort.
Wir seufzen noch einmal,
dann öffnet sich schon die Tür,
und die Jalousie legt ratternd
den Sonntag frei
Das war mein #frapalymo 11 aus dem Mai 2014 und der Impuls lautete: „Ganz still sein, um die Geräusche des Hauses nicht zu stören“. Es kam mir heute wieder in den Sinn – wegen der Kindheitserinnerungen, die hier heute herumgeisterten.
Es gibt keine Bücher
da wo du wohnst
baumeln Heilbutte
an der Lampe
über der Schnapsflasche
auf dem wackligen Tisch
da kommst du nicht dran
obwohl du Hunger hast
schweigst du
wie dein Vater und deine Mutter schweigen
es wird nicht viel geredet
da wo du wohnst
redet nur die dänische Lehrerin
die erzählt
wie andere Kinder leben
in der fremden Welt
hinter den Gletschern
da wo du wohnst
ist die Wärme
nur in den Schmelzwasserseen
manchmal kannst du sie fühlen
wenn du bei den Schlittenhunden sitzt
und träumst
von Eisenbahnen
auf dem Nomadeneis
Gedicht 17 für den #frapalymo, und der impuls lautete „Grönland“
Am Wundermeer
im grünen Salon
erzählt der Künstler
dem Dichter davon
wie schwer das ist
als Expressionist
rauft der Dichter
sich seinen Rauschebart
sagt zum Künstler
auch das Dichten ist hart
bringt die Kellnerin
den siebten Kaffee
und wünscht sich
die Gäste
zurück an die Spree
2015 © sargantanasal.com
mit einem Augenzwinkern gereimt für #frapalymo 16, der impuls lautete „salongeflüster“
Dein „Ich liebe dich!“
geleast
wie dein A4
künstlich
wie deine macerons metallic
mit Audi-Geschmack
gequält
wie ein breiter, mühsam erfundener Scherz
2015 © sargantanasal.com
Nachgereicht für #frapalymo 15mai2015 und der impuls lautete „nimmt ein oder zwei ausdrücke des begriffsstudios in euren text auf“.
Ich zieh dir
das Schwarz-Weiß
von den Knochen
und hole den Pinsel raus
mohnrot
mal ich dich an
von Kopf bis Fuß
meine Schöne,
dann leuchtest du auch
im Regen
© 2015 sargantanasal.com
#frapalymo gedicht no. 14 für den #frapalymo, und der impuls lautete „ich trage seit heute wieder mohnrot in meinem blick.“ inspiriert von frau_wolke
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