Ein Liebster… :-)

Es hat ein Weilchen gedauert, ehe ich geblickt habe, dass die liebe Ule Rolf  https://ulerolff.net/ meinen Lindenblütenkaffee mit einem Liebster Award bedacht hat. Sie ist mir als treue Kommentatorin und unbekannte Bekannte aus der alten Heimat Westfalen längst ans Herz gewachsen, und jeder Frapalymo mit ihr macht Freude und motiviert. So will ich dann mal ihre Fragen beantworten…

liebster-award

 

 

 

 

  1. Womit unterstützt du am wirksamsten deine Kreativität?
    Meine Intuition ist meine Begleiterin. Sie wird befeuert von Wörtern, Tönen, Texten, Bildern, Gerüchen. Es schweben so viele Impulse durch die Luft, dass mir manchmal ganz schwindelig wird. Ausreichend Schlaf hilft!
  2. Zu welcher Tageszeit fällt dir das Schreiben/ das Fotografieren besonders leicht?
    Meistens um Mitternacht und später – oder ganz früh am Morgen, wenn das mit dem „Frühglück“ klappt.
  3. Welcher Gedanke hat dich dazu bewegt, deine Texte/ Bilder zu veröffentlichen?
    Ich wollte mich einfach mal was trauen. Ureigene Gedanken öffentlich machen. Ich finde das immer noch schwer. Und selbst heute kommt mir noch jede Reaktion darauf wie ein kleines Wunder vor.
  4. Hast du manchmal keine Lust zum Bloggen, und was tust du dagegen?
    Ich habe oft keine Lust zum Bloggen, und dann lass ich es einfach.
  5. Wie schaffst du es, trotz der Bloggerei genügend Bewegung zu bekommen?
    Ich bin ja keine Viel-Bloggerin. Aber ich sitze schon viel vor meinem heißgeliebten MacBook. Wenn der Nacken steif wird,  radle ich um den Block  (jetzt hätte ich beinahe „Blog“ geschrieben), abends dehne ich mich auf der Yoga-Matte.
  6. Was fesselt dich an einem neu entdeckten Blog und regt dich an, immer wieder zu kommen?
    Es sind Gedanken und Gefühle zwischen den Zeilen, die ich teile oder die meine Fantasie beflügeln. Oft nur einzelne Wörter oder Fotos, die mich magisch anziehen, anregen, motivieren. Mich fesselt Idealismus. Wenn jemand sein Thema gefunden hat! Mich begeistern oft die Gedanken junger BloggerInnen oder sie gehen mir nah. Mir fällt dann meine alte IBM-Kugelkopf-schreibmaschine ein, auf der ich so viele Seiten geschrieben habe, die alle in irgendwelchen Kisten schlummern, weil ich nicht die Möglichkeit hatte, sie zu teilen. Teilen ist manchmal einfach toll.
  7. Was findest du am Stadt- oder Landleben (je nach deiner Vorliebe) besonders reizvoll?
    Ich bin ein Dorfkind, das in der Großstadt lebt. Das war eine bewusste Entscheidung, die ich nie bereut habe. Ich fühle mich hier freier. Die Liebe zur Natur und zum Land steckt tief in mir, das merkt man ja auch an meinen Gedichten. Eines Tages, da bin ich mir sicher, verlasse ich Hamburg und habe einen Bauerngarten oder eine Mango-Plantage und eine Eidechsen-Entourage.
    Wo immer das sein mag, eine Stadt sollte in der Nähe sein.
  8. Welchen Ort möchtest du unbedingt kennen lernen und warum?
    Schwere Frage. Spontan fallen mir Bali, Marokko und Montauk ein. Aber warum, das kann ich nicht sagen. Ich will da einfach mal hin. Ich reise ständig. Im Kopf!
  9. Welche Pflanze löst bei dir am verlässlichsten den Impuls aus, sie zu fotografieren oder über sie zu schreiben?
    Wenn Farbe, Licht und Duft stimmen, kann das jede sein. Gerade jetzt sind es die Bauernrosen. Und die Linde natürlich. Die ja immer!
  10. Was magst du am Sommer?
    Die Kraft bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Die nächtlichen Vibes der Stadt. Die Gesänge der Vögel. Gewitter. Das Leuchten der Rosen. Den Duft der Lindenblüten, des Heus, der Beeren. Den Geschmack des frischen Gemüses und der Kräuter. Schwelg…  Ach, ich mag alles am Sommer. Ich wurde im Sommer gezeugt, das prägt! Am liebsten mag ich den Juni! 🙂
  11. Was möchtest du hier gerne sagen, obwohl ich nicht danach gefragt habe?
    Danke für deine guten Fragen. Ich möchte gern sagen, dass ich Frauke heiße und die Vielseitigkeit liebe. Und dass ich es klasse finde, dass mich das Bloggen zu so mutigen, ermutigenden und kreativen Menschen geführt hat. Du bist eine davon. Darauf esse ich jetzt eine frische Erdbeere vom Markt!

 

Weitergeben möchte ich den Liebster Award gerade nicht. In der nächsten Zeit bin ich wieder damit beschäftigt, das Elternhaus auf dem Land aufzulösen. Dafür brauche ich meine ganze Energie.

 

Meisterzahl

Sie schwingt silbern
zwischen dir und mir
zwischen uns und der Welt
schwingt sie frei
die höchste Oktave
nur wahrnehmbar
im Wachtraum
wenn die Herzfrequenz zittert
kurz vor Sonnenaufgang
dann webst du sie um uns
wieder und wieder
ein Klangnetz
aus elf Millionen Silberfäden

© sargantanasal.com

Das letzte Gedicht zum  #frapalymo.  Der Impuls für den 31. Mai lautet: „elf“ mit großem Dank an paulchenbloggt.de für einen weiteren inspirierenden Monat.

 

Nu is dat Mai

Nu is dat Mai,
de Blomen blöht,
dat Fröhjohr treckt uns in’t Gemööt
de Sünnschien lacht so dörch de Schieven
as wull he allen Grull verdrieven

Nu is dat Mai, de Vagels singt.
Nu luustert, wo vergnöögt dat klingt,
wenn buten all de lütten Kehlen
luuthals in’n Goorn rümkrakelen!

Nu is dat Mai, de Wald ward gröön,
de Welt is wedder bunt un schöön.
De Kinnder freit sick alltohopen
un höört in’t Holt den Kuckuck ropen.

Nu is dat Mai. Wat ward dat warm!
De Junkeerls nehmt ehr Deerns in’n Arm,
hebbt wieder nix in’n Kopp as Smusen
un all de annern flotten Flusen.

Nu is dat Mai, de Vullmaand schient,
in’n Duustern smuustert he un grient
un höggt sick bet to’n annern Morgen,
den Maand in’n Mai blifft nix verborgen.

O Mai, o Mai, du schöne Tiet,
nu wies di vun dien’ beste Siet,
streng di man an, denn stellst du jeden
op wunnerschöne Wies tofreden.

@ Klaus Ehlers 25.4.1990

Dieses plattdeutsche Gedicht von meinem Vater (1923–2013), dessen dichterischen Nachlass ich verwalten möchte, habe ich soeben in einem Stapel von plattdeutschen (Holsteiner Platt) Gedichten gefunden. Am 30. Mai ist das doch nicht zu spät, oder? Und der Mai hat sich ja wirklich ganz schön angestrengt und sich von der besten Seite gezeigt, sieht man mal von den bösen Unwettern auf der Zielgeraden ab.

Übrigens: Wer von meinen Lesern eine Idee hat, wo ich derlei heitere Gedichte – plattdeutsche wie hochdeutsche – veröffentlichen kann, möge mir einen Tipp geben. Ich setze sie sehr erfolgreich in der Seniorenarbeit ein, sie bringen die Menschen nicht nur zum Schmunzeln, sondern eignen sich auch hervorragend zum Mitreimen.

Sardinen

Beim #frapalymo Impuls „Markoaufnahme: In der Sardinenbüchse“ kam mir übrigens sofort zwei alte Urlaubsfotos in den Sinn:

Die Boutique Conserverie la belle-iloise in Antibes

                                                          … und ein Fischmarktstand in Lykien

Jahrgangssardine

In einer Nacht im September
im atlantischen Ozean
gelangte sie vor der Bretagne
ins Schleppnetz und auf einen Kahn

Ihre schillernden Schuppen verblassten
auf dem holprigen Weg zur Fabrik
nicht ahnend, dass sie auserwählt war
zur Jahrgangssardine, welch’ Glück!

So reift sie nun locker geschichtet
in der Dose auf öligem Grund
bald gilt sie als Delikatesse
und schillert in Feinschmeckers Mund

 

© sargantanasal

Mal wieder gereimt: Mein Gedicht zum #frapalymo vom 26Mai16, nicht ganz impulsgetreu: „Makroaufnahme: In der Sardinenbüchse“

Nur du!

Sie reden für dich
schneiden dich ab
von der Kommunikation
weil dieses eine Areal
in deinem Gehirn
abgeschnitten ist
von der Blutversorgung
schneiden sie dich ab
vom Erleben

Vielleicht
wenn du lachst
lachst du sie aus
weil nur du weißt
wie schön es kribbelt
wenn es in dir wimmelt
von Schnipseln
eigenständig
wundervoll
bunt
tonnenweise
Konfetti

© sargantanasal

nachgereichte Gedanken zum #frapalymo Impuls vom 24Mai16: „Abgeschnitten“

#EurovisionAgain

Watch in sync. Tweet along. Vote.

deichdeern.wordpress.com/

Land. Leben. Leute.

Jung im Hirn

Bleib fit im Hirn in jedem Alter

brettermacher

Das Leben auf Teneriffa,und alles was mich Bewegt

Transworte auf Litera-Tour

Verdichtete und geschichtete Texte

ilseluise

Clownerie & Theologie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Schwedenlichter

Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten

#EurovisionAgain

Watch in sync. Tweet along. Vote.

deichdeern.wordpress.com/

Land. Leben. Leute.

Jung im Hirn

Bleib fit im Hirn in jedem Alter

brettermacher

Das Leben auf Teneriffa,und alles was mich Bewegt

Transworte auf Litera-Tour

Verdichtete und geschichtete Texte

ilseluise

Clownerie & Theologie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Schwedenlichter

Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten

offen gesagt

gedichte aus der grossstadt

Fantasia Fragile

Es ist nicht notwendig, verrückt zu sein, aber es hilft.

Herz & Verstand

Ein Gemeinschaftsprojekt aus dem Blog für den Blog - ein Mitmach-Projekt

miasraum

Das Leben und das Sein

Sandmaennli's Blog

die WordPress.com-Seite von Unterwegs im Leben

diespringerin

Immer auf dem Schattensprung ...

SackingBob74

Der neue Versuch einer Autorenseite

Frau Kassel will Wunder

Eine wunderbare Geschichte über den Mut, nie aufzugeben

...auf dem Weg

Jürgen Fiege

Sandra Blume

Texte & Fotografie

Gezeitenwechsel

Über den Alltag im Wechsel der Zeiten

Pilgerin Belana Hermine

Mein Weg zwischen den Wegen

Werbekontor Hamburg

Reiner Hansen

legalstuttgartalien

Aus der Schweiz nach Stuttgart

herzensfoto

meine liebsten fotos

Pascale Treichler

Yoga - Rezepte - Heilkräuter - Naturkosmetik - Garten

meinesichtderwelt

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

Fräulein Briest bloggt...

Ein Höhepunkt des poetischen Realismus. Ein Wendepunkt zum Gesellschaftsroman. Zeit für eine neue Wende... Zeit, für die Gesellschaft zu bloggen...

Spielkind

Bilder, Fotos und Texte aus meinem Leben. Ein Tagebuch im Netz..

watt & meer

Der Blog watt & meer erzählt von den kleinen und großen Wellen, von Alltag und Urlaub und dem Glück auf 4 Pfoten.

LYRIK-BLOG HANNAH BUCHHOLZ

Gedichte von Hannah Buchholz

Queer durchs Leben [⚧ॐ♡]

Mein Weg zurück in ein glückliches Leben. Inhalt auf schnurrstem Niveau!

blaupause

lyrisches bLogbuch

Letternwald

Gelesenes & Gedanken

sylviawaldfrau

Reise- und Fotoberichte

Lovely Rita Flowermaid

A flower a day keeps the doctor away

Amazonasknallerbse

Meine Gedanken und Ich

GedankeTrifftPapier

In eurer Besinnungslosigkeit, Worte, komme ich zu euch

alzheimertagebuch

Tagebuch über meine Eltern

Alltagsredaktion

In Zeilenzwischenräumen und Zeitblasen