Moment, ewig

 

Deine eingebettete Stummheit
täuscht
Unter dem Laken ruht
ein ganzes Leben
Ich lege mein Ohr an deine Brust
lausche in dich hinein
lerne deine Melodie
ich singe dich ganz sacht
an deine Anfänge
bis deine Augen einstimmen

© Sargantanasal

Mein Gedicht Nr. 20 zum #frapalymo beschreibt einen mir kostbaren Moment bei der Arbeit mit demenzkranken Menschen, die nicht mehr sprechen können. Der impuls lautete: „wenn der körper eine stummheit ist“ – mit dank an @frauhasenherz für dieses kleinod!“ Wirklich wunderbar, dieses Kleinod, da stimme ich zu.

Autor: Sargantanasal

schreibt im Schatten einer großen Linde

2 Kommentare zu „Moment, ewig“

  1. Ja, mir kommt das auch oft wie ein Wunder vor. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt, es fällt mir schwer, diese intensiven Momente in Worte zu fassen. Musik ist ein Wundermittel, und oft auch Zauberworte, die etwas im „Patienten“ zum Klingen bringen.

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