Wir kichern in die Kissen,
um noch ein Weilchen
im Nest zu bleiben.
Durch die Ritzen
der Jalousie
kitzeln sich
die ersten Sonnenstrahlen in unsere Nasen
Jetzt nur nicht niesen,
damit keiner merkt,
wie wach wir schon sind, wie viele Geschichten
wir uns schon zugeflüstert haben.
Mit dem Finger auf den Lippen
lauschen wir den Schritten der Mutter,
wie leise sie tappt,
das Wasser aufdreht,
die Schubladen öffnet,
den Frühstückstisch deckt,
den Vater weckt.
Bis der Kessel pfeift,
die Pumpe im Keller anschlägt,
das Radio klimpert,
der Wellensittich rumort.
Wir seufzen noch einmal,
dann öffnet sich schon die Tür,
und die Jalousie legt ratternd
den Sonntag frei
2014 © sargantanasal.com
Das war mein #frapalymo 11 aus dem Mai 2014 und der Impuls lautete: „Ganz still sein, um die Geräusche des Hauses nicht zu stören“. Es kam mir heute wieder in den Sinn – wegen der Kindheitserinnerungen, die hier heute herumgeisterten.

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