Wir nannten ihn Rapunzel
das lag an seinem Haar
wir flochten daraus Zöpfe
und machten ihn zum Star
Zur wilden Discomucke
bängte er seinen Head
bis alle Mädchen stöhnten
so war die Pubertät
Zum Abi kam Rapunzel
im Anzug, wie ein Pfau
und ließ sein Haar herunter
wie goldnen Sonnentau
Er war der schönste Hippie
ein fleischgewordner Traum
dann wurd’ er einberufen
und floh nach Berlin Town
Dort traf er eine Rosi
mit feuerrotem Schopf
er wurde blind vor Liebe
ihm drehte sich der Kopf
Zuerst ließ er nur Härchen
zuletzt die ganze Pracht
denn Rosi war ’ne Hexe
sie zauberte mit Macht
Bald trug Rapunzel Glatze
er macht seither auf Punk
Rosi machte ’ne Biege
und lacht sich heut’ noch krank
©sargantanasal
Zum heutigen #frapalymo „Rapunzel Rapunzel“ war mir nach Unfug. Mehr
findet ihr auf http://paulchenbloggt.de/2016/05/03/frapalymo-impuls-4mai16/
„Ein Wald im Mai,
hier spukt mein ganzes Leben“ *
die Äste der Bäume
gute Geister
wispern, tanzen
Schlängelreigen
Zartrosa der Duft der Heckenrosen
in Spiralen hinaufgewirbelt
zu meinem knirschenden Platz
auf dem Hochsitz
* Tomas Tranströmer
© sargantanasal
Spannender #frapalymo Impuls am 19. Mai: alle die gleiche anfangszeile: „ein wald im mai. hier spukt mein ganzes leben. (Tomas Tranströmer und sein Gedicht „Alkäisch“)