Dein Herz schlägt Falten
Mein Herz schlägt Sahne
© Sargantanasal
Dein Herz schlägt Falten
Mein Herz schlägt Sahne
© Sargantanasal
Dein Herz schlägt über
Mein Herz schlägt ab
Dein Herz schlägt an
mein Herz schlägt aus
Dein Herz schlägt zu
Mein Herz schlägt hin
tbc
© Sargantanasal
Sie schwingt silbern
zwischen dir und mir
zwischen uns und der Welt
schwingt sie frei
die höchste Oktave
nur wahrnehmbar
im Wachtraum
wenn die Herzfrequenz zittert
kurz vor Sonnenaufgang
dann webst du sie um uns
wieder und wieder
ein Klangnetz
aus elf Millionen Silberfäden
© sargantanasal.com
Das letzte Gedicht zum #frapalymo. Der Impuls für den 31. Mai lautet: „elf“ mit großem Dank an paulchenbloggt.de für einen weiteren inspirierenden Monat.
Nu is dat Mai,
de Blomen blöht,
dat Fröhjohr treckt uns in’t Gemööt
de Sünnschien lacht so dörch de Schieven
as wull he allen Grull verdrieven
Nu is dat Mai, de Vagels singt.
Nu luustert, wo vergnöögt dat klingt,
wenn buten all de lütten Kehlen
luuthals in’n Goorn rümkrakelen!
Nu is dat Mai, de Wald ward gröön,
de Welt is wedder bunt un schöön.
De Kinnder freit sick alltohopen
un höört in’t Holt den Kuckuck ropen.
Nu is dat Mai. Wat ward dat warm!
De Junkeerls nehmt ehr Deerns in’n Arm,
hebbt wieder nix in’n Kopp as Smusen
un all de annern flotten Flusen.
Nu is dat Mai, de Vullmaand schient,
in’n Duustern smuustert he un grient
un höggt sick bet to’n annern Morgen,
den Maand in’n Mai blifft nix verborgen.
O Mai, o Mai, du schöne Tiet,
nu wies di vun dien’ beste Siet,
streng di man an, denn stellst du jeden
op wunnerschöne Wies tofreden.
@ Klaus Ehlers 25.4.1990
Dieses plattdeutsche Gedicht von meinem Vater (1923–2013), dessen dichterischen Nachlass ich verwalten möchte, habe ich soeben in einem Stapel von plattdeutschen (Holsteiner Platt) Gedichten gefunden. Am 30. Mai ist das doch nicht zu spät, oder? Und der Mai hat sich ja wirklich ganz schön angestrengt und sich von der besten Seite gezeigt, sieht man mal von den bösen Unwettern auf der Zielgeraden ab.
Übrigens: Wer von meinen Lesern eine Idee hat, wo ich derlei heitere Gedichte – plattdeutsche wie hochdeutsche – veröffentlichen kann, möge mir einen Tipp geben. Ich setze sie sehr erfolgreich in der Seniorenarbeit ein, sie bringen die Menschen nicht nur zum Schmunzeln, sondern eignen sich auch hervorragend zum Mitreimen.
Zusammen und
einzeln – wir sind
hundert Prozent
nachhaltig
©Sargantanasal
Zum #frapalymo 30Mai16. impuls „Ein Akrostichon zu Zehn“.
Schon
wenn du sprichst
verstehe ich nichts
Da wo du warst
da wo du bist
da wo du hinwillst
niemals möchte ich da sein
© sargantanasal.com
Zum #frapalymo Impuls „Deine Worte – fremde Orte“ vom 29Mai16
Ich habe so viel über Normalität nachgedacht,
dass ich darüber verrückt geworden bin
Zum #frapalymo Doppelimpuls vom 27. und 28. Mai „Normal“ und „Verrückt“
Mal wieder gereimt: Mein Gedicht zum #frapalymo vom 26Mai16, nicht ganz impulsgetreu: „Makroaufnahme: In der Sardinenbüchse“
Sie reden für dich
schneiden dich ab
von der Kommunikation
weil dieses eine Areal
in deinem Gehirn
abgeschnitten ist
von der Blutversorgung
schneiden sie dich ab
vom Erleben
Vielleicht
wenn du lachst
lachst du sie aus
weil nur du weißt
wie schön es kribbelt
wenn es in dir wimmelt
von Schnipseln
eigenständig
wundervoll
bunt
tonnenweise
Konfetti
© sargantanasal
nachgereichte Gedanken zum #frapalymo Impuls vom 24Mai16: „Abgeschnitten“
Sein Herz schlägt
Daba Daba Dab
Ihr Herz schlägt
Daba Daba Dab
Ein Mann
und eine Frau
Daba Daba Dab
Daba Daba Dab
so banal
und so kompliziert
Ein Mann und eine Frau, Claude Lelouch, 1966
Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=3UYTLIdjSyc
#frapalymo Impuls 25Mai16 „Filmtitel“
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Bleib fit im Hirn in jedem Alter
Das Leben auf Teneriffa,und alles was mich Bewegt
Verdichtete und geschichtete Texte
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Alltäglich(t) Leichtes, Knirpsbuchwelten
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In Zeilenzwischenräumen und Zeitblasen
In einer Nacht im September
im atlantischen Ozean
gelangte sie vor der Bretagne
ins Schleppnetz und auf einen Kahn
Ihre schillernden Schuppen verblassten
auf dem holprigen Weg zur Fabrik
nicht ahnend, dass sie auserwählt war
zur Jahrgangssardine, welch’ Glück!
So reift sie nun locker geschichtet
in der Dose auf öligem Grund
bald gilt sie als Delikatesse
und schillert in Feinschmeckers Mund